Berichte

 

Ein Logo für „Demokrat*innen bei der Arbeit“

Button „Demokrat*innen bei der Arbeit“
(Foto: Thomas Biller)

25.10.2017
Ein Logo für „Demokrat*innen bei der Arbeit“

Miteinander leben e.V. und Partnerschaften für Demokratie starten Kampagne

Ein neues Logo für ein immer aktuelles Thema: „Demokrat*innen bei der Arbeit“ soll das eigene Bekenntnis zur Demokratie im Alltag sichtbar machen. Begonnen hat die Initiative bereits 2016: Labiba Ahmed gab im Verein Miteinander leben e.V. den Anstoß, dass sich Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder sich auch einfach zu unserer Demokratie sichtbar bekennen, ohne unbedingt ein politisches Amt auszuüben. Anlässlich der Vorstellung des neuen Logos sagte Labiba Ahmed in Mölln: „Populisten und Radikale sind immer leicht erkennbar, aber viele demokratische Kräfte nicht. Dabei engagieren sich zum Beispiel viel mehr Menschen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe, als etwa bei Pegida“. Der Verein möchte mit seiner kreisweiten Demokratiekampagne die Vielfältigkeit demokratischen Engagements sichtbar machen. Die Partnerschaften für Demokratie (PfD) im Kreis unterstützen das Projekt. PfD fördern regional Projekte aus Mitteln des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend getragen und hat sich zum Ziel gesetzt, bundesweit Projekte der Demokratieförderung und der Extremismusprävention in jeweils unterschiedlichen Ansätzen zu fördern.

Ein Logo für „Demokrat*innen bei der Arbeit“

Sie sind schon „Demokrat*innen bei der Arbeit“: Kampagnenvorstellung mit Vertretern der verschiedenen PfD (v.l.) Mark Sauer und Labiba Ahmed vom Verein Miteinander leben, Friederike Betge, Sara Opitz, Rüdiger Jung, Karl Schneider und Sami El Basiouni. (Foto: Thomas Biller)

Derzeit sind im Kreis drei PfD aktiv: PfD Herzogtum Lauenburg, PfD Lauenburg – Lütau – Büchen und die PfD Stadt Ratzeburg – Amt Lauenburgische Seen. Mit dem neuen Logo kann ein Erkennungszeichen als Button oder als Grafik für Plakate und T-Shirts zur Verfügung gestellt werden. Entwickelt wurde es im Rahmen eines Schülerwettbewerbes. Alexandra Barber von der Gemeinschaftsschule Büchen drückte nach Überzeugung der Jury mit ihrem Entwurf die Vielfältigkeit demokratischen Handelns verschiedenster Menschen aus. „Die schräge Anordnung der symbolhaften Figuren vermittelt etwas Positives“, erläuterte Mark Sauer, Vorsitzender Miteinander leben. Grafisch aufgearbeitet wurde der Entwurf durch Matthias Jörke. Um das Logo als Grafik nutzen zu dürfen oder Buttons zu erhalten, reicht eine kurze Vorstellung beim Verein Miteinander leben e.V. per Mail. „Eine Beschreibung, wer man ist, was man für die Demokratie tut und warum und wie man sich an der Kampagne beteiligen möchte“, hieß es bei der Vorstellung. Ein Gremium aus den Projektorganisatoren und den Partnern der Kampagne wird die Bewerbungen begutachten. Auch mit eigenen Beiträgen plant die Kampagne, öffentlich in Erscheinung zu treten. Nach den zwei bereits erfolgten Demokratie-Läufen des Ratzeburger Jugendbeirates zu den Landtags- und Bundestagswahlen soll zu den Kommunalwahlen im kommenden Jahr ein kreisweites Jugendprojekt gestartet werden, das auffordert, sich in den Wahlkampf mit eigenen Themen und Interessen aktiv einzubringen. Rüdiger Jung von der PfD Herzogtum Lauenburg: „Das Logo soll auch eine Anregung sein, sich mit Populismus auseinanderzusetzen und den Nachwuchs von demokratischen Kräften forcieren“. Zu dem glänzenden Button sagte Jung: „“Ein Schmuckstück für die Demokratie“.

Weitere Informationen unter www.demokrat-innen-bei-der-arbeit.de und der Facebook-Gruppe "Demokrat*innen bei der Arbeit".
(Text: Thomas Biller)


 

05.10.2017
"Kleines Fest der Kulturen" mit viel Raum für Begegnung

Begegnungen schaffen, mit Musik, mit Tanz, mit kulinarischen Genüssen, war das erklärte Ziel des "Kleinen Fest der Kulturen", das unter Federführung des Vereins Miteinander leben e.V. zusammen mit den Willkommenskulturen in Mölln und Ratzeburg sowie mit Unterstützung der Stiftung Herzogtum Lauenburg in die Internationale Begegnungsstätte "Lohgerberei" lud.

Kleines Fest der Kulturen

Die "SAFAR-Band" aus Kiel motivierte mit unwiderstehlichen
Rhythmen zum Tanzen (Foto: Jens Butz)

Kleines Fest der Kulturen

Begenungen sind immer möglich... (Foto: Jens Butz)

Kleines Fest der Kulturen

Das Organisationsteams des Festes beim ihren
"Freundschaftsbild" mit der "SAFAR-Band" (Foto: Oskar Blank)

Kleines Fest der Kulturen

Eine große Fotowand mit Freundschaftsbildern entstand

Kleines Fest der Kulturen

Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten zu den Themen
"Flucht, Migration und Integration" nur wenige Tage nach dem
"Kleinen Fest der Kulturen" (Foto: Jens Butz)

Mehr als 80 Menschen, Geflüchtete, Unterstützer*innen oder auch Neugierige, ließen sich vom lebhaften Treiben gefangen nehmen, das sich mit der musikalischen Begleitung durch der aus Kiel angereisten, deutsch-syrischen "SAFAR-Band" schnell zu einem interkulturellen Tanzevent mit orientalischen-jazzigen Rhythmen auswuchs.

Dazu lud ein großes orientalisches Buffett mit vielfältige Speisen in den musikalischen Pausen zum gemeinsamen Tafeln und Stärken für die weiteren musikalischen Einlagen der SAFAR-Band, die bis in den Abend hinein aus Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Tanzende formten.

Aus Sicht der Veranstalter konnte das "Kleine Fest der Kulturen" in dieser Atmosphäre von zwangloser Begegnung an das große "Fest der Kulturen" im vergangenen Jahr im Möllner Stadthauptmannshof anknüpfen, als weiterer kleiner Baustein für das gegenseitige Kennenlernen, der für die Integration aber eine so große Bedeutung hat.

Solche Begegnungen auch sichtbar zu machen ist dabei ebenso so wichtig und wurde von Mitgliedern des kreisweiten Jugendforum im Rahmen einer Fotoaktion der "Partnerschaft für Demokratie des Kreises Herzogtum Lauenburg" in Szene gesetzt. Als "Polaroids" baten sie die Anwesenden um Freundschaftsfotos, die auf einer bereitgestellten Fotowand die Buchstaben "MITEINANDER" ausfüllten und so der nur wenig Tage später nachfolgenden Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten als fröhlich mahnende Botschaft für all die drängenden Fragen zu "Flucht, Migration und Integration" dienten und verdeutlichten, dass politische Lösungen immer den Menschen im Blick haben muss.


Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu weiterem

Mit Respekt auf Kurs

17.09.2017
Ratzeburger Jugendbeirat lädt zu weiterem "Demokratielauf"

Der Ratzeburger Jugendbeirat lädt im Rahmen der Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" am Wahltag zum Deutschen Bundestag, dem 07. Mai 2017 wie schon zur Landtagswahl im Frühjahr zu einem weiteren Demokratielauf durch das Ratzeburg Stadtgebiet. Die Laufstrecke soll zu allen Wahllokale führen. Unterwegs selbst gestaltete Postkarten verteilt, die auf das Privileg des Wahlrechts hinweisen sollen. Jede "Mitläuferin" und jeder "Mitläufer" erhält ein passendes Lauf-T-Shirt zu dieser Aktion. Es soll kenntlich machen, dass an diesem Tag ganz viele "Demokrat*innen bei der Arbeit" sind. Der "Demokratielauf" startet um 10:30 Uhr vor dem Ratzeburger Rathaus, wo sich das Wahllokal des Wahlbezirks 1 befindet. Die Strecke zu allen Wahllokalen beträgt rund 7 km und soll im lockeren Trab bewältigt werden. Das Laufen kann auch mit dem Wählen verbunden werden. Vor jedem Wahllokal ist eine Pause eingeplant. Auch Mitläufer*innen in Teiletappen sind willkommen. Die Strecke wird zunächst in die Vorstadt zur Gemeinschaftsschule, dem Kindergarten Hasselholt und dem Seniorenwohnsitz führen, danach über eine Teilstrecke am Küchensee durch den Ravenskamp zum Kindergarten Giesensdorfer Weg, an der Grundschule Scheffelstraße vorbei und wieder zurück zum Rathaus.


Mit Respekt auf Kurs

08.05.2017
"Demokratielauf" des Ratzeburger Jugendbeirates startet die Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit"

Rund 25 laufbegeisterte Demokrat*innen schlossen sich am gestrigen Wahlsonntag dem Ratzeburger Jugendbeirat vor dem Rathaus zu einem "Demokratielauf" durch das Stadtgebiet an. Unter dem Motto "Demokrat*innen bei der Arbeit" forderten die Teilnehmer*innen mit ihrem Aktions-T-Shirt, mit selbstgestalteten Karten des kreisweiten Jugendforums und auf Zuruf im Vorbeilaufen Bürger*innen auf, unbedingt von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und wählen zu gehen. Die gute Stimmung in der zumeist jungen Laufgruppe traf bei Passanten auf durchweg positive Resonanz, ebenso wurde das Engagement der Kinder und Jugendlichen vielfach lobend honoriert. Der Rundlauf führte über eine Strecke von rund 11 Kilometern an allen Wahllokalen vorbei, wo jeweils kurz Station gemacht wurde, um den Läufer*innen auch die Möglichkeit zur Stimmabgabe zu geben. Für einige der Jugendbeirätler war es auch das erste Mal, dass eine Stimmabgabe möglich war. Nach über zwei Stunden traf die Gruppe wieder an ihrem Startpunkt ein, müde zwar, aber motiviert, diese Aktion zur Bundestagswahl am 24.09.2017 zu wiederholen und sich erneut als "Demokrat*innen bei der Arbeit" zu zeigen.

Die kreisweite Kampagne "Demokrat*innen bei der Arbeit" wurde vom Verein Miteinander leben e.V. angestoßen, um das vielfältige demokratische Engagement von Bürger*innen im Kreisgebiet sichtbar machen. Sie wird unterstützt von den lokalen "Partnerschaften für Demokratie" des Kreises Herzogtum Lauenburg, der Stadt Lauenburg, des Amtes Büchen und des Amtes Lütau sowie der Stadt Ratzeburg und dem Amt Lauenburgische Seen als Aktion für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der "Demokratielauf" war das erste Beitrag des Ratzeburger Jugendbeirats im Rahmen dieser Kampagne und wurde mit eigenen Mitteln aus dem selbstverwalteten Jugendfond des genannten Förderprogramms umgesetzt.


Siegerlogo

Der Siegerentwurf von Alexandra Barber von der Gemeinschaftsschule Büchen ...

Demokrat/innen bei der Arbeit Logo

... wurde als Idee grafisch aufgearbeitet zum Logo der Kampagne.

Verein Miteinander leben e.V. startet kreisweite Demokratiekampagne „Demokrat*innen bei der Arbeit“

Der Verein Miteinander leben e.V. hat in 2016 eine kreisweiten Demokratiekampagne gestartet, die vielfältiges demokratisches Engagement in unserer Gesellschaft sichtbar machen will. „Demokrat*innen bei der Arbeit“, so das Motto dieser Kampagne, will Menschen, die an so vielen Stellen in der Gesellschaft mit ihrer Intiative(n) für unsere Demokratie wirken, einladen, sich öffentlich zu zeigen, ihre unentbehrliche Arbeit als Alltagsdemokraten wahrnehmbar werden zu lassen. Mit einem gemeinsamen Logo, das als individuell als Button oder auf Plakaten bei Veranstaltungen ... sei es eine politische Podiumsdiskussion zu gesellschaftlichen Fragen, sei es das regelmäßige Flüchtlingscafé, sei es eine Benefizaktion ... genutzt werden kann. Oder auch im Netz auf einer Plattform in den sozialen Medien, vielleicht gestaltet in der Sprache und den Formaten von jungen Menschen und natürlich auch auf Veranstaltungen, die konkret unter diesem Motto organisiert werden könnten. Alle sind sie „Demokrat*innen bei der Arbeit“

"Die Idee zu einer solchen Demokratiekampagne entspringt sehr widersprüchlichen Wahrnehmungen. So zeigt sich auf der einen Seite das Bild, dass sich die politische Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft zunehmend zu polarisieren scheint, in Umgang, Wortwahl und Wertekonsens. Das stetige Diskutieren und Ringen darum, wie unsere Gesellschaft aussehen soll, wie sie konkret zu gestalten ist, damit die in unserem Grundgesetz garantierten individuellen Rechte für alle Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt wirksam werden und bleiben, wird gerade in rechtspopulistischen Strömungen in Frage gestellt, oft verbunden mit dem lautstarken Hinweis auf einen von den politisch Verantwortlichen ignorierten „wahren Volkswillen“, auf eine stummen, ungehörte Mehrheit, die "einfache Lösungen" auch bei komplexen gesellschaftlichen Problemlagen ersehnt. Auf der anderen Seite die Wahrnehmung, dass große gesellschaftliche Teile eben dieses Volkes in ganz erheblichen Umfang in ihren alltäglichen Haltungen und Positionen als Demokrat*innen unterwegs sind. In der Kommunalpolitik, in den zahllos neu entstandenen, ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen, in den Jugendsparten vieler Vereine und Verbände, in Kirchen und Gewerkschaften. Oftmals allerdings nur leise, ohne Allüren, im Mitmenschlichen. Und doch sind es gerade diese vielen kleinen „Bausteine“, die unsere Demokratie an der Basis ausmachen, den gemeinsamen Wertekonsens tragen und leben … ein leiser Chor der Demokratie, der durchaus seine Stimme gegenüber lauten rechtspopulistischen Auftritten erheben könnte", sagt Mark Sauer, Vorsitzender vom Verein Miteinander leben e.V. zur Intention und zum Hintergrund dieser Demokratiekampagne, die insbesondere von Labiba Ahmed im Verein angestoßen wurde.

Den Auftakt machte ein zusammen mit der „Partnerschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg“ kreisweit ausgelobter Jugend-Logowettbewerb, mit dem Ziel, den „Demokrat*innen bei der Arbeit“ ein griffiges, pfiffiges, buttonfähiges Logo zu geben. Als Siegerlogo in dem von Künstlerin Eva Ammermann geleiteten Wettbewerb wurde unter über 80 Einsendungen aus 5 Schulen im Kreisgebiet der Entwurf von Alexandra Barber von der Gemeinschaftsschule Büchen ausgewählt. In der Folge sind daraus mit Unterstützung des Grafikerteam von „jörke design“ Buttons, Aktions-Shirts oder ein druckbares Logo entwickelt worden, die alle jene Menschen, Initiativen oder Organisationen nutzen können sollen, die sich aktiv an ihren Orten im Kreis für unsere Demokratie einsetzen und dies auch zeigen wollen, auf ihren Publikationen und Plakaten, auf ihrer Kleidung und auch auf den gemeinsamen Webplattformen, wie hier oder in der Facebook-Gruppe "Demokrat*innen bei der Arbeit"

Das Logo als graphische Datei oder Button erhält man, wenn man sich mit seinem Engagement beim Verein Miteinander leben e.V. vorstellt. Dazu reicht eine kurze Mail mit einer Beschreibung, wer man ist, was man für die Demokratie tut und warum und wie man sich gerne an dieser Kampagne beteiligen möchte. Dies muss verbunden sein mit der Bereitschaft, sich auf der Kampganenwebseite abbilden zu lassen. Ein Gremium aus den Projektorganisatoren und den Partnern der Kampagne, die „Partnerschaften für Demokratie Stadt Ratzeburg/ Amt Lauenburgische Seen sowie Lauenburg-Büchen-Lütau“ wird diese Bewerbungen begutachten, ggf. nachfragen und bei überzeugender Darstellung die Buttons sowie das Logo dann bereitstellen. Reserviert sind Logo und Buttons vor allem für all die Alltagsdemokrat*innen, die jenseits des Politbetriebes kaum auffallen und doch so unendlich wichtig sind mit ihrem Engagement.

Die Kampagne „Demokrat*innen bei der Arbeit“ hat sich zudem das Ziel gesetzt, auch mit eigenen Beiträgen in der Öffentlichkeit in Erscheinung zu treten. Ein gutes Beispiel zeigte hier der Ratzeburger Jugendbeirat, der unter diesem Motto bereits zwei Demokratieläufe absolvierte. So soll im kommenden Jahr zu den anstehenden Kommunalwahlen ein kreisweites Jugendprojekt mit dem Titel gestartet werden, dass auffordert, sich in den Wahlkampf mit eigene Themen und Interessen aktiv einzubringen.